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Susanne Schanda im Gespräch
Ein Internet-Comic aus Iran sorgt zur Zeit für Aufsehen: Seit Februar 2010 erscheint "Zahra's Paradise" mit jeweils drei Folgen pro Woche. Der Comic ist in Teheran angesiedelt und befasst sich mit der jüngsten Geschichte Irans. Der Titel "Zahra's Paradise" bezieht sich auf den Namen des Friedhofs "Behesht-e Zahra" im Süden Teherans. Dort wurden nach der brutalen Niederschlagung der Proteste gegen die Präsidentschaftswahlen vor einem Jahr zahlreiche Opfer der Staatsgewalt begraben.
Der Schwarz-Weiss-Comic zeigt auf jeder Seite rechts oben einen jungen Mann am Computer, der bloggt. Der Blogger ist also der Erzähler der Geschichte, die am Tag nach der ersten grossen Demonstration einsetzt.
Wir haben die Journalistin Susanne Schanda gefragt: Wie wird in diesem Online-Roman der politische Anlass erzählt?
Susanne Schanda im Gespräch
In Syrien waltet eine strenge Zensur. Trotzdem ist letztes Jahr der Spielfilm «The Long Night» von Haitham Hakki enstanden. Erstmals überhaupt befasst sich ein syrischer Spielfilm mit dem Schicksal eines politischen Gefangenen. Der Film hat Preise an verschiedenen Festivals gewonnen, so etwa am Filmfestival von Taormina in Sizilien.
Susanne Schanda im Gespräch
Magdy el-Shafee heisst der Mann, der die erste arabische Graphic Novel verfasst hat.
Für seinen Comicroman ist el-Shafee aber nicht geehrt, sondern angeklagt worden. Jetzt wurde er
verurteilt.
Das Verfahren gegen el-Schafee hat sich über mehrere Wochen erstreckt. Am 3. Februar ist er
vom ägyptischen Obergericht in Kairo schuldig gesprochen worden. Das Urteil verpflichtet ihn und
seinen Verleger zur Zahlung einer Geldstrafe von je 5000 Pfund.
Das ist viel Geld, wenn man bedenkt, dass der monatliche Durchschnittsverdienst in Ägypten
bei 500 bis 1000 Pfund liegt.
Susanne Schanda hat mit Magdy el-Shafee gesprochen. Wie hat er auf das Urteil reagiert?
Susanne Schanda im Gespräch
Die arabische Welt ist der diesjährige Schwerpunkt des internationalen Literaturfestivals
in Berlin. An einem Podiumsgespräch griffen zwei libanesische Autorinnen und ein algerischer
Autor eine brisante Frage auf - jene nach den Geschlechterfragen in der arabischen Literatur.
Setzen sich die arabischen Autoren überhaupt bewusst und absichtlich mit
Erotik, Sexualität und Geschlechterfragen auseinander?
Susanne Schanda im Gespräch
Iran ist im Wahlkampffieber. Das Land wählt seinen neuen Präsidenten.
Mahmud Ahmedinejad hatte auch kulturpolitisch einen konservativen Kurs gefahren. Bücher, Filme, Theaterstücke,
Kunstausstellungen: Jede künstlerische Äusserung muss der Zensurbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden.
Was bedeutet diese Zensurbehörde für Kulturschaffende konkret?
Susanne Schanda im Gespräch mit Ellinor Landmann
Syrien besitzt eine lebendige kulturelle Szene, auch wenn es ein autoritär geführtes
arabisches Land ist, in dem Zensur vorherrschend ist. Wie gehen die syrischen Kulturschaffenden mit
den alltäglichen Repressionen um?
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